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Varianten zur Reorganisation der Kantonalen Spitex werden geprüft

Anlässlich der ordentlichen Delegiertenversammlung wurde den Stimmberechtigten aus allen Spitexregionen des Kantons das Projekt «Variantenprüfung» zur Reorganisation der Spitex im Kanton Schaffhausen vorgestellt. Die ergebnisoffene Prüfung soll im kommenden Jahr stattfinden.

Schaffhausen Zum vergangenen Jahresende hin haben die Delegierten der sieben Spitex Regionen im Kanton Schaffhausen einer Prüfung zur Reorganisation zu einer starken Spitex im Kanton Schaffhausen zugestimmt. Diese Prüfung soll bis am 15. Mai dem Regierungsrat vorgelegt werden um weitere Schritte in diesem Projekt zu planen und zu unternehmen. Das Ziel der Reorganisation soll dabei sein, die sieben Regionen zentral zu unterstützen, damit Qualität und Wirtschaftlichkeit der Pflege zu Hause optimiert werden. Im Januar 2022 wurde mit den Arbeiten für ein Vorprojekt begonnen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Spitex-Regionen eine ergebnisoffene Erarbeitung möglicher Kooperationsformen für einen ersten Schritt favorisieren. Nicht nur die Möglichkeit eines Zusammenschlusses aller Regionen soll geprüft werden, sondern auch andere mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen diesen Organisationen im Gesundheitsbereich. Diese Variantenprüfung soll im Jahr 2023 stattfinden. Für die geplanten Arbeiten braucht der Spitexverband finanzielle Ressourcen, sowohl aus den betroffenen Gemeinden, als auch vom Kanton.

Ergebnisoffene Prüfung von Kooperationsvarianten
Mit der neuen Ausgangslage einer ergebnisoffenen Variantenprüfung sind auch neue Projektziele definiert worden. Es sollen bis zu vier Kooperationsvarianten auf einer theoretischen und konzeptionellen Ebene geprüft werden, bei denen Zusammenarbeitsformen der Spitex-Regionen im Kanton Schaffhausen die steigenden Anforderungen und Entwicklungen im Bereich der ambulanten Langzeitpflege künftig erfolgreich bewältigen können. Im Fokus der Prüfung stehen die mögliche Zusammenarbeit auf der organisatorischen Ebene in Bezug auf einzelne Themengebiete wie dem Qualitätsmanagement oder Human Ressource, der Zusammenschluss aller Spitex-Regionen, die Integration der jeweiligen Spitex-Region mit dem jeweiligen Leistungserbringer in der stationären Langzeitpflege und die Beibehaltung der jetzigen Situation mit der Aufrechterhaltung des Spitexverbandes, der für Klärungen, Aufgaben und Finanzierungen nötig ist. Ergänzend will man auch prüfen, ob allenfalls ein Einbezug der privaten Spitexverbände in die neue Organisation sinnvoll wäre und ob Synergien ausserhalb des Kantons vorhanden sind. Um das Vorprojekt möglichst effizient und umsichtig durchführen zu können, will der Kantonale Spitexverband auf das breite und erprobte Wissen in diesem Gebiet der HeCaCons GmbH setzen. Die Firma HeCaCons GmbH übernimmt die Projektleitung und -durchführung – zusammen mit der Vorsitzenden des Spitex Kantonalverbands – und steuert den Projektablauf unter dem Einsatz erprobter Methoden. Ausserdem erstellt die Firma den Projektbericht. Im ganzen Prozess begleitet die HeCaCons GmbH das Projekt mit Inputs und der Erfahrung aus vergleichbaren Projekten als neutrale und sachliche Beraterin unter Einbringung der eigenständigen Sicht und kritischer Hinterfragung getroffener Annahmen.

In vier Schritten zum Ziel
Dr. Roland Wormser von HeCaCons erläuterte den Marschplan im Projekt «Variantenprüfung» in vier Schritten. In einem ersten Schritt gilt es durch eine Projektgruppe, zusammengesetzt aus den operativen Spitexleitungen aller Regionen eine Ist-Analyse in Punkto Markt, Strukturen, Zielgruppen, Leistungen, Ressourcen im personellen und finanziellen Bereich und die bestehenden Verträge und Leistungsvereinbarungen zu erstellen. Danach wird der Steuerungsausschuss, indem die politischen Vertretungen alles Spitex-Regionen Einsitz haben, die Varianten definieren und dazu Rahmenbedingungen für Bewertungen festlegen, damit die beste Variante festgelegt werden kann. Diese gilt es dann konzeptionell auszuarbeiten. In einem dritten Schritt will man mit den Befürwortern der gewählten Variante ein Grobkonzept mit Eckwerten erarbeiten. Dazu gehören die möglichen Rechtsformen und Rollen die in Frage kommen, sowie eine grobe Festlegung der künftigen Organisation, die Personalvorsorge und das Finanzierungsmodell der öffentlichen Hand. In einem letzten Schritt werden die Dokumentationen für die politischen Entscheide, die Detailplanung des Hauptprojektes ausgearbeitet, eine Vernehmlassung durchgeführt und schliesslich ein Entscheid gefällt. Mit der Kommunikation an die Stakeholder wird das Projekt schliesslich seinen Abschluss finden. Als Projektstart gilt der Herbst dieses Jahres, damit der Abschluss bis im Juli 2023 erfolgen kann. Für die Arbeit werden Kosten von 130 000 Franken erwartet, die zu 70 Prozent vom Kanton und zu 30 Prozent von den Gemeinden getragen werden. Die Delegierten gaben für diesen Antrag grünes Licht mit einstimmiger Zustimmung und sicherte die Unterstützung ihrer Organisationen für das Vorgehen zu. Mit diesem Beschluss geht der Bericht nun an den Regierungsrat. Die Finanzierung des Projektes sowohl durch die Gemeinden als auch des Kantons will im Juni 22 geklärt sein, damit im Herbst das Projekt starten kann.

Ersatzwahlen im Vorstand
Drei Vakanzen im Vorstand des Kantonalen Spitexverbandes galt es an der ordentlichen DV vom Dienstag, 10. Mai ausserdem zu schliessen. Die Delegierte der Spitex Neuhausen, Christa Kolb, durfte ihren wohlverdienten Ruhestand antreten und wird im Vorstand neu durch Daniela Strebel Schmocker ersetzt. Für die Spitex Thayngen übernimmt Michael Bührer den Sitz im Vorstand von der ebenfalls im Juni in den Ruhestand gehenden Madeleine Brühlmann. Nach dem bereits länger zurückliegenden Rücktritt aus dem Vorstand des Vertreters der Spitexorganisation SPUR, Peter Weber, konnte auch hier die Vakanz behoben werden. Marianne Zimmerli wird für die SPUR neu im Kantonalverbandsvorstand vertreten sein. Alle drei neuen Mitglieder des Vorstandes wurden einstimmig gewählt. Die Präsidentin des Kantonalverbands, Rosmarie Widmer Gysel, verdankte den scheidenden Vorstandsmitgliedern ihre Treue und wertvolle Arbeit und bedankte sich bei der Versammlung für das Vertrauen und die gefassten, zukunftsweisenden Beschlüsse, bevor sie die Versammlung schloss.

Schaffhausen, 16. Mai 2022

Aktuelles aus dem Vorstand

Geschäftsbericht 2021

pdfGeschäftsbericht 20211.11 MB 

Es geht vorwärts

Auch unserem Verbandsjahr 2021 hat Corona wiederum den Stempel aufgedrückt. Der gegenseitige Informationsaustausch an den Vorstandsitzungen war dann jeweils auch von diesem Thema geprägt und die operativen Spitex-Leitungen unserer sieben Regionen waren darauf angewiesen, aber auch dankbar für die Weiterleitung der Informationen seitens Spitex Schweiz und für die Möglichkeit der Aussprache und des gegenseitigen Informationsaustausches. Trotz diesem beherrschenden Thema ist es uns in diesem Jahr gelungen, auch einige Meilensteine zu setzen. Hier seien einige davon erwähnt:

Es ist uns gelungen, eine Vereinbarung über den gegenseitigen Personalverleih zwischen allen sieben Regionen auszuarbeiten und durch die zuständigen Behörden genehmigen zu lassen. Ziel ist, dass wir über klare Bedingungen und eine einheitliche Abgeltung für diese Leistungen innerhalb unseres Verbandes verfügen. Diese neue Vereinbarung kommt seit Sommer 2021 öfters zum Einsatz.

Wir setzten uns intensiv mit den strategischen Grundlagen zur Pflegeheimplanung 2018 bis 2040 des Kantons Schaffhausen («OBSAN-Studie») auseinander. Diese wurde am 20. Oktober 2020 vom Regierungsrat zur Kenntnis genommen und uns im November 2020 zugestellt. Leider fand die vom Departement des Innern angekündigte Diskussionsrunde bis jetzt noch nicht statt.

Ausserdem konnten wir das Projekt zur zukünftigen Finanzierung abschliessen. Die neuen Mitgliederbeiträge – bestehend aus einer Grundpauschale und einer Abgeltung pro geleistete Arbeitsstunde – wurden von den Delegierten beschlossen und sind ab 2022 in Kraft getreten. Damit können wir die Leistungen, die seitens der Regionen zugunsten des Verbandes erbracht werden, transparent und korrekt abgelten.

In unserem Vorprojekt zur Reorganisation der Spitex in unserem Kanton machen wir Fortschritte, die ersten Sitzungen mit der externen Projektleitung, der Firma HeCaCons aus Zug haben stattgefunden. Wir werden im Rahmen unserer nächsten Delegiertenversammlung am 10. Mai 2022 das Konzept des Hauptprojektes vorstellen und somit rechtzeitig dem Regierungsrat und den zuständigen Behörden unterbreiten können.

Bei unseren Vorstandsmitgliedern bedanke ich mich ganz herzlich für das Engagement, die grosse Unterstützung und die Arbeit in den einzelnen Ressorts Geschäftsstelle, Aus- und Weiterbildung, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit, sowie in all unseren Projekten. Und ein ganz grosser Dank geht natürlich an all unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren sieben Spitex-Regionen. Denn sie sind es, die unsere Spitex ausmachen!

Ihnen allen wünschen wir prachtvolle und sonnige Ostertage.

Rosmarie Widmer Gysel, Präsidentin Spitex Verband des Kantons Schaffhausen

pdfSpitexseite im Klettgauer Boten 14.04.2022547.74 kB

Fokusthemen

Psychiatrische Fachaustausche 2022

  • 7. November 2022 um 14:00 Uhr, im Alterszentrum Rabenfluh, Rabenfluhstrasse 22, 8212 Neuhausen am Rheinfall

«Kein 24-Stunden-Service bei der Spitex? Das kann ich mir nicht vorstellen»

Die Spitex Stadt Luzern ist ein Pionier-Unternehmen: 1995 hat erstmals in der Schweiz eine Spitex-Organisation ein Rund-um-die-Uhr-Angebot lanciert. Das Angebot existiert noch heute und wurde seither immer wieder optimiert. Damals wurde auch ein erstes elektronisches Patientendossier eingeführt. Mehr lesen...pdfFokusthema 24 Stunden-Betrieb105.67 kB

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Die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA ist Ansprechpartnerin bei Konflikten im Alter.

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