Starre Bevölkerungsgrenze gefährdet die Gesundheitsversorgung
LAUSANNE / BERN Die Initiative „Keine 10-Millionen-Schweiz“ (Chaos-Initiative) ist eine Gefahr für die Patientinnen und Patienten. Das Schweizer Gesundheitswesen ist auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Die starre Deckelung hätte eine schlechtere Versorgung, längere Wartezeiten und höhere Kosten zur Folge. Die qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung ist durch die Initiative gefährdet. Die Gesundheitsverbände warnen vor den Folgen der extremen SVP-Initiative.
Das „Gesundheitskomitee gegen die Chaos-Initiative“ hat heute in Lausanne seine Argumente präsentiert. Dem Bündnis gehören die grossen Akteure wie H+ Ihre Spitäler, Spitex Schweiz, ARTISET mit dem Branchenverband CURAVIVA, Physioswiss und der Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK ASI an. Auch spezialisierte Verbände wie ospita Die Schweizer Gesundheitsunternehmen, palliative.ch sowie die Vereinigung der Kinder- und Jugendärzt:innen Zürich haben sich dem Komitee angeschlossen. Gemeinsam warnen die Organisationen vor gefährlichen Versorgungslücken.
Längere Wartezeiten für Patientinnen und Patienten
Die stetige Alterung der Schweizer Bevölkerung und der gleichzeitige Rückgang der Erwerbsbevölkerung werden unweigerlich zu einem noch spürbareren Personalmangel führen. Die Sicherstellung einer qualitativ guten Versorgung ist dadurch zunehmend gefährdet. Da zudem ältere Menschen mehr Pflege und medizinische Leistungen beanspruchen, ist das Gesundheitswesen in Zukunft zwingend auf Zuwanderung in den Arbeitsmarkt angewiesen. Die Erbringung von Betreuungsleistungen für diese Menschen benötigt ebenfalls mehr qualifiziertes Personal. Ohne Fachkräfte aus dem Ausland könnten Spitäler, Geburtshäuser, Pflegeheime, soziale Institutionen und die Spitex ihren Auftrag nicht mehr erfüllen. Das bedeutet für die ganze Bevölkerung: eingeschränkter Zugang zu Behandlungen, weniger Termine und längere Wartezeiten.
Grenzregionen und ländliche Gebiete besonders betroffen
Besonders kritisch ist die Lage in den Grenzregionen. In Basel besitzen fast 40 % der Spitalbeschäftigten einen EU-Pass. Im Tessin haben 70 % der Ärztinnen und Ärzte einen ausländischen Abschluss, in der Genferseeregion verfügt über die Hälfte des Pflegepersonals über ein ausländisches Diplom. Das Ende der Personenfreizügigkeit würde die Rückkehr zu staatlichen Kontingenten bedeuten – ein bürokratischer Verteilungskampf zwischen Branchen und Kantonen wäre die Folge. Vor allem ländliche Gebiete und kleinere Betriebe würden gegenüber den grossen Zentren unterliegen.
Betrugsversuche im Namen der Spitex
Aktuell häufen sich in Schaffhausen Meldungen zu betrügerischen Anrufen im Namen der Spitex. Dabei werden unterschiedliche Dienstleitungen angeboten, Daten erfragt oder Termine für Gesundheitskontrollen zu vereinbaren versucht.
Wir mahnen grundsätzlich zur Vorsicht und möchten Sie auf folgende Punkte aufmerksam machen:
Artikel der Schaffhauser Polizei
Rückblick Nationaler Spitex-Tag vom 6.9.2025
Wie jedes Jahr, fand am ersten Samstag im September schweizweit der Spitex-Tag statt. Unter dem Motto «Gute Pflege heisst: Innovation» präsentierten sich zahlreiche Organisationen mit Aktionen vor Ort.
Ob in Schaffhausen, in Fribourg oder in Locarno: Landauf landab zeigte die Spitex, wie digitale Technologien und neue Arbeitsmodelle die Pflege zu Hause weiterentwickeln – und warum Innovation für die Klientinnen und Klienten beziehungsweise für die Zukunft des gesamten Gesundheitswesens entscheidend ist.
Spitex Schweiz dankt allen Spitex-Organisationen herzlich für ihr Engagement, ihre Aktivitäten und ihr Mitmachen.
Save the Date:
Der nächste Nationale Spitex-Tag findet am Samstag, 6. September 2026 statt.
Hier gehts zum Beitrag im Spitex-Magazin und zur Bilderstrecke:

Sie machten die Spitex in Schaffhausen sichtbar: Sonja Neuenschwander, Leiterin Spitex Neuhausen am Rheinfall (v.l.), Andrea Monterosso, Leiterin Spitex Region Schaffhausen und Geschäftsstellenleiterin des Spitex Verbandes des Kantons Schaffhausen, Paolo Fancelli, Leiter Spitex Klettgau-Randen, sowie Evelyn Eichmann und Daniela Spitz von der Stiftung Joël Kinderspitex.
Nationaler Spitex-Tag am Samstag 6. September 2025
Am Samstag, 6. September 2025, findet schweizweit der Nationale Spitex-Tag statt. Unter dem Motto «Gute Pflege heisst: Innovation» präsentieren sich die Schaffhauser Spitex-Organisationen mit Aktionen vor Ort. Sie zeigen an einem gemeinsamen Stand, wie digitale Technologien und neue Arbeitsmodelle die ambulante Pflege zu Hause weiterentwickeln - und warum Innovation für die Zukunft der Spitex und des gesamten Gesundheitswesens entscheidend ist.
Claim und Sujet stammen aus der aktuellen Image-Kampagne «Gute Pflege heisst:» von Spitex Schweiz: www.gute-pflege-heisst.ch. Das Tablet mit dem Stethoskop stellt auf einfache und überraschende Weise die Innovationen in der Pflege sinnbildlich dar. Die kurze Byline «Neuste Standards. Moderne Technologien» fasst das grosse Spektrum zusammen, was damit gemeint ist: Neuste Standards gibt es zahlreiche und in den diversen Bereichen wie beispielsweise in der Datenerhebung, der Qualitätssicherung, in der Gesundheitsprävention, in der Bildung und im Management. Künstliche Intelligenz, Robotik, Sensorik, eHealth, Smartphone, Tablet und Apps gehören heute zum Alltag im Gesundheitswesen.
Nebst den digitalen Innovationen sind auch die Innovationen in den Organisationsstrukturen und Betriebsmodellen der Spitex bedeutend. New Work und flexible Arbeitsmodelle sind nicht mehr wegzudenken und machen die Spitex zur attraktiven Arbeitgeberin.
Einheitliche Finanzierung erfordert einheitliche Daten
Ab 2032 wird eine einheitliche Finanzierung für ambulante und stationäre Leistungen, einschließlich der Pflege, eingeführt. Dies erfordert von der Spitex-Branche, qualitativ hochwertige und einheitliche Daten zu Leistungen und Kosten bereitzustellen. Diese Daten sind entscheidend für künftige Tarifstrukturen und -verhandlungen mit Versicherern und Kantonen. Es ist daher im Interesse aller Spitex-Organisationen, ihre Kostenstrukturen präzise abzubilden, da nur ausgewiesene Aufwände in den Verhandlungen berücksichtigt werden können.
Finanzmanual wird ab 2026 obligatorisch
Eine solide Datenbasis setzt die Anwendung des Finanzmanuals durch alle Spitex-Organisationen voraus. Dieses ermöglicht eine transparente und vergleichbare Erfassung von Leistungen und Kosten. Aus diesem Grund hat der Vorstand von Spitex Schweiz beschlossen, die Anwendung des Finanzmanuals ab 2026 für alle Spitex-Organisationen als verpflichtend zu erklären.
In den ordentlichen statuarischen Geschäften wurden die Jahresrechnung 2024 inklusive Revisionsbericht sowie der Jahresbericht 2024 genehmigt. Der Mitgliederbeitrag 2026 wurde unverändert bestätigt.
Simon Stocker ist neuer Präsident (Bericht SN)